Sonntag, 28. Oktober 2007

Mountainbike Winterpreparation

Die globale Erwärmung hat den Herbst noch nicht erreicht. Es wird also wieder kühler draußen. Kühl, schmudellig, dreckig, naß und na ja leider auch dunkel. Zur Arbeit hin und zurück geht nun nur noch mit entsprechendenmlichttechnischen Equipment. Zeit, dem Rennrad eine Offseason zu gönnen und das MTB wieder flott zu machen. Fat 10 Jahre hat mein Rockshoppher nun auf dem Buckel und immer tadellose meine respektlose Nutzung toleriert...

Erst mal gab es neues Licht. Die alte Cateye Geschichte hat auch wieder nur einen Winter gehalten und ist einfach hin. Also Licht ran und was sehen meine Augen: Poröse Stollenreifen! Wie kann das sein? Das Rad steht doch seit März im Schuppen... Also zwei neue Reifen müssen her. Dieses Mal sind es Conti Town & Country. Neue Reifen sehen ja doch irgendwie besser aus. Also die alten runter und die Conti drauf. Das allerdings war mal wieder nicht so einfach, denn da war gewaltig Spannung auf dem Draht. Irgendwie (alle Mechaniker würden mich töten, wenn sie wüssten wie) habe ich die Reifen doch draufbekommen. Luft bleibt drin. Was möchte man also mehr?

Ganz klar. Am nächsten Mogen ab zur Arbeit damit. Also im dunkeln noch kurz das Rad gecheckt. Komisch! Die Kurbel wackelt und im Hinterrad mahlt es ganz merkwürdig. Es ist kalt im Schuppen und dunkel. Aber gut das zählt jetzt nicht, dass Werkzeug muss her. Tretlager raus. Oh, das ist total vergammelt. Die Achse dreht sich kaum noch und würde keinen Mechaniker erfreuen. Weg damit und eine neue Achse bestellen.

Das Rad bleibt also erst einmal stehen. Aber da ich gerade beim Schrauben bin, nehme ich das Hinterrad auch noch auseinander. Upps da kommen mir die Kugeln einzeln entgegen... Rost überall und kein Fett mehr. Okay ein wenig Dreck war auch noch drinnen, aber der Dreck scheint nicht mehr gut zu schmieren. Mensch wie konnte das nur passieren?

Also gereinigt, gefettet und die Kugeln wieder eingesetzt. Na klar, eine war plötzlich weg. Aber wer suchet, der findet. Nach dem Zusammenbau der spannende Moment. Hm, da knirscht es aber noch immer. Wieso nur? Da ist mehr Fett drin, als eigentlich hineinpasst. Muss sich wohl wohl erst wieder einlaufen...

Na ja warten wir es ab. Das Innenlager ist eh noch nicht da.
So viel zur Geschichte: Ich mach mal kurz das MTB winterfertig;-)

Attacke
Andreas

PS:
Gerade kommt die gute Seele des Hauses von ihrer MTB Tour zurück und meint, ich müsste mal die Schaltung einstellen. Mal sehen, was jetzt passiert...

Donnerstag, 25. Oktober 2007

PLANING the Plan Part II

Planing the Plan Part II. Beziehen wir uns noch einmal auf unser Ursprungspost, wenn es jetzt darum geht, für die neue Saison die Limiter zu bestimmen. Also nun geht es darum, Schwächen, Hinter- und Hemmnisse zu erkennen und nicht in die üblichen Fallen zu tapsen. Wir wollen also identifizieren, an welchen Problemen wir tatsächlich arbeiten können, da das klassische Qualitätsmanagement hier nicht funktioniert, denn wenn wir nur die Stärken hervorheben, dann saufen wir beim Schwimmen irgendwann ab. Da wir das nicht wollen, machen wir uns nun ein paar Gedanken und fangen mit dem Offensichtlichen an:

Ja wohl ganz oben auf der Liste steht Masse. Warum und wieso muss man wohl niemandem mehr erzählen, aber klar ist nun einmal, dass jedes Kilogramm zu viel, beim Radfahren und Laufen nicht immer nur Vorteile bringt, denn selten geht es immer bergab. Zugegebener Maßen entwickelt man bei Bergabpassagen eine impossante Geschwindigkeit, welche dann in Relation zur Bergauf Vmax sogar gigantische Dimensionen annimt, aber letztlich nicht überzeugend das Gewichtsproblem kaschiert. Die Materialschlacht ist mittlerweile ausgereizt, so dass nunmehr die letzte Bastion, die Reserve angegangen werden muss. Limiter Körperfett ist also identifiziert.

Und eines der erfolgreichen Beispiele für eine Leistungsoptimierung durch Gewichtsreduzierung ist der "Thunderbear", Torbjorn Sindballe, in diesem Jahr immerhin dritter bei der Ironman WM auf Hawaii. Gut er ist Profi und sollte seine Limiter kennen. Er verdient Geld mit seinem Sport und überhaupt, trainiert der so viel, wieso musste er überhaupt noch zwei Kilogramm abnehmen? Vielleicht lag es doch an seinem eleganten weißen Laufbekleidung und den Socken.

Wahr ist, dass es nicht an seinem Outfit lag. Wahr ist auch, dass Körpergewicht ein limitierender Faktor sein kann. Wahr ist aber auch, dass wir Amateure nicht jeden Quatsch mitmachen wollen, können und müssen, eben deshalb sind wir Amateure und können auch in der Meatball Klasse starten. Gewicht ist also für uns kein Limiter:-)

Have Fun
Andreas

Samstag, 20. Oktober 2007

Von Piraten, Untoten und Freeridern

Ich habe lange überlegt, ob ich noch einmal über Kalmar schreiben soll. Nun, Kalmar ist letztlich schon Geschichte. Kalmar, das war Schwimmen knapp am Rande der Verzweiflung. Das waren zumindest 2 für meine Verhältnisse leichtfüßig und beschwingt dahergefahrene Radrunden in, ebenfalls für meine Verhältnisse, gar nicht übler Zeit. Über die dritte Runde möchte ich nicht mehr sprechen.

Das war eine Laufrunde im exakten Plantempo.Das waren dann 2 weitere Laufrunden jenseits des Randes der Verzweiflung. Das waren Schmerzen, die mir noch lange als Andenken erhalten blieben, selbst eine Woche später, beim Marathon der Ostseeman-Staffel, waren es zuerst diese Kalmarschmerzen, die mich zu jeder Zeit an die Unvernunft dieses Vorhabens erinnerten, nicht etwa die Ostseemanschmerzen.

Kalmar, das war und ist noch Ratlosigkeit über die eigene und gesamte triathletische Zukunft. Kalmar ist aber auch die Gewissheit, dass eben solche kleinen und familiären Rennen diese Zukunft darstellen sollen, zumindest die eigene. Es ist auch die Feststellung, dass es nun an der Zeit ist, zunächst nur noch das zu tun, was mir Spaß macht. In sportlicher Hinsicht, versteht sich.

Damit habe ich nun mal begonnen:Eine Rückkehr in meine Mountainbike-Geschichte.Eine lange, sehr lange Geschichte, deren Dauer allerdings von der Länge der Pausen bestimmt wurde...Es ist eine historisch verbürgte Tatsache, dass ich irgendwann, ca. 1987, die Erstausgabe der Zeitschrift „Bike“ in die Hand bekam und umgehend kaufte, statt sie im Supermarkt zu lesen und in zurückzulegen. 1989, das ist ebenfalls verbürgt, trennte ich mich von meine E-Gitarre samt Verstärker, um mir vom Verkaufserlös mein erstes MTB, ein Scott Boulder für fast 1400 DM zu kaufen. Bis dahin hatte ich für Fahrräder nie mehr als 120 DM ausgegeben. Wiederum 2 Jahre später infizierte ich mich am Triathlonvirus und meine MTB-Karriere, die immerhin die Teilnahme am ersten Bielefelder Mountainbike-Rennen beinhaltete, war zunächst beendet. Bis zur letzten Woche.

Szenenwechsel. Hahnenklee im Harz. Hierhin kommen wir immer wieder mal gerne für einen Kurzurlaub. Mittlerweile scheint Hahnenklee leider so etwas wie eine Geisterstadt geworden zu sein. Zahllos sind die Häuser, in deren Fenster man sich nicht zu sehen traut, aus Angst vor dem, was man da entdecken könnte. Oder wovon man da vielleicht selber entdeckt würde... Seit Jahren steht das prächtige Haus „Prinzess Ilse“ zum Verkauf. Wir überlegen kurz, ob wir hier investieren sollten. Man könnte das Haus dann sicher ohne weitere Umbauten zum Beispiel an Untote vermieten. Oh Mist, gegenüber, in der „Pension Evergreen“, scheint schon jemand vor uns auf die Idee gekommen zu sein... Zu meine großen Überraschung stelle ich kurz darauf fest, dass es neuerdings auf dem Bocksberg, dem Hahnenkleer Hausberg gewissermaßen, einen ausgewiesenen Bikepark gibt und einen Radverleih im Ort.

Nach kurzem 4tägigen Zögern entschließen Lukas und ich uns, hier einmal vorstellig zu werden und zu testen, was wir so können.Im Laden werde ich erstmal über die wichtigste Fachterminologie aufgeklärt. Ich wusste wohl, dass es mittlerweile Federungen für Fahrräder gibt, aber z.B. „Dirtbikes“ von „Freeridern“ oder „Weiß-der-Kuckuck-Bikes“ abzugrenzen, fällt mir doch irgendwie schwer.

Ich lasse mir also fachkundig ein meinem Alter und unserem Anspruch angemessenes Rad verpassen, Luki bekommt das gleiche. Immerhin scheinen wir die einzigen zu sein, die vorhaben, den Berg hoch zu fahren und nicht die Seilbahn zu nehmen...Staunend nehme ich dann zur Kenntnis, dass der „Freeride“ nicht etwa die halsbrecherisch-gefährlichste Route oben im Bikepark ist, sondern die für Anfänger, also ganz klar unsere.Komisches Gefühl: Wenig optimiertes Gewicht und aerodynamisch irgendwie ungünstig. Naja, um es dann kurz zu machen:Bergauf war ich erwartungsgemäß stärker, bergab habe ich Luki nach der ersten Kurve aus den Augen verloren... Nach 2mal Bocksberg und wieder runter reicht es ihm dann aber auch.

Die ganze Sache hat einen Mordsspaß gemacht und könnte der Beginn einer wunderbaren neuen Geldverschwendung gewesen sein.

Hat übrigens jemand ein gebrauchtes Mountainbike für uns?

Daniel

Mittwoch, 17. Oktober 2007

PRSEASON - Planing the plan

Ein Teil der Monkeys übt sich in lethargischem Aktivismus, den es nicht geben kann, aber irgendwie beschreibt er den Zustand zwischen Nein und Ja, Antrieb und Stillstand, ziemlich gut. Eigentlich ist es das jährliche Phänomen der Antriebslosigkeit. In diesem Rahmen folgt überlicherweise die Überprüfung der vergangenen Sasion, um in der nächsten Saision wieder das eine oder andere zu verbessern und dann im Rahmen der zyklischen Lebensgestaltung doch wieder in die Fallgruben des Triathlontrainings zu tapsen.

Ein Deja Vu. Nein, so war es tatsächlich schon im vergangenen Jahr. Aber im nächsten Jahr, da wird natürlich alles besser. Zeit zum Trainieren ohne Ende und für die anderen Dinge im Leben natürlich auch...Der Rücken zwickt nicht mehr und die überflüssigen Pfunde sind auch endlich weg. Die Archillessehene hält, die Schulter zwickt nicht und auch das Knie will endlich wieder richtig funktionieren. Endlich der Finish Line entgegenfliegen und nicht walken! Und zwei Trainingslager bei anständigem Wetter. Und ein neues Bike - eine wirkliche Granate, wobei aufgrund der Vielzahl an kopierten Rahmen die Entscheidung wirklich so so schwer ist. Ach das Leben als Triathlet ist doch so verschwenderisch bevorteilt...

Der Wecker klingelt und reist mich aus meinem Traum. Der Ironman auf Hawaii ist gerade vorbei und hat im Unterbewußtsein wieder mal eine Nachricht hinterlassen. Die Botschaft ist angekommen: Es ist also an der Zeit den Plan für die nächste Saison zu planen. Nächste Woche geht es auf zur Privataudienz beim Trainer. Spätestens danach ist Schluss mit OFFSEASON und wieder Bewegung angesagt. Schließlich kommt nun die beste Trainingszeit!

Und um den Plan zu planen, bestimmen wir nach Gordo erst einmal unsere Key Limiter. Und da das so schön ist, gibt es dazu demnächst ein neues Posting.

Andreas

Dienstag, 16. Oktober 2007

Das Leben im Paralleluniversum

Das Leben im virtuellen Paralelluniversum ist voller ungeahnter Überaschungen...In Daniels's typischem Schreibstil erreichte mich eine Mail mit einem einfachen Link ins 3athlon.info Forum, welchen raus zu suchen ich nun zu faul bin, denn, und das mag für manch einen auch überraschend sein, es gibt ein echtes Leben, außerhalb der virtuellen Welt. Übrigens ist dies auch der einzige Ort an dem es sich wirklich lohnt, dem triathletischen Überlebenskampf zu frönen.



"Wir werden noch berühmt", war die einfache Feststellung vom Monkeybrother. Obwohl ich eigentlich gar nicht sicher bin, ob wir das wollen, hat der Bruder einfach Recht! Berühmt deshlab, weil unsere Internetseite nun Eingang in ein triathletisches Forum gefunden hat, ohne, dass wir dieses beabsichtigten, denn noch entscheiden wir, wo wir publizieren oder nicht, und wenn wir gewollt hätten, dass wir uns proaktiv in einem Forum vermarkten wollten, hätten wir das natürlich selber getan. Wollten wir aber nicht, also haben wir es auch nicht gemacht. Ist aber auch egal, dafür hat es ein anderer netter User getan, den wir nicht kennen und der uns natürlich auch nicht kennt. So ist das im Internet - man kennt sich nicht und trotzdem sind wir eine große Familie, mehr oder weniger...Obwohl mir fällt gerade ein, die Zugriffzahlen auf unsere Seite waren doch schon ganz nett:-)




Dies nun führt zum Kern des parallenuniversellen Schattendaseins unpersönlicher Forenbewohner auch User genannt. Wieso hat sich der Bewohner des Paralleluniversums eigentlich auf unsere Ironmonkeys Seite verirrt? Wir werden es nicht herausfinden, es sei denn wir fragen ihn, was wir nicht wollen, denn wir wollen es ja auch gar nicht wissen. Wichtig ist, dass er sich auf unsere Seite verirrt hat, nicht wieso.

In der Postingfolge auf 3athlon.info haben wir dann gelernt, dass PINK dort irgendwie nicht gut ankommt. Das kennen wir schon von den Wettkämpfen. Aber eine Piratennase unterstützte uns treffend: real men DO wear pink! Merkwürdige neurale Verknüpfungen gab es dann auch noch. P wie Pink wurde von einem weiteren Bewohner des Paralleluniversium als P wie Plauze interpretiert. Wer lesen kann ist klar im Vorteil, denn auf dem Trikot steht PIRATE und nicht Plauze. Außerdem hat der Fotograf mich nicht gut getroffen...das passiert doch jedem mal...

Wir schmunzeln ob dieses kleinen Intermezzos und freuen uns vielmehr darüber, dass es im 3athon-Forum auch PIRATEN gibt.

Huka He.
Andreas

Sonntag, 14. Oktober 2007

Kona 2007 - Die Schlacht, die keine war, ist vorbei...

Wie in jedem Jahr fieberten die großen und kleinen Triathleten, die glücklichen, die auf Hawaii dabei sein konnten und ebene jene Minderheit, die sich in Träumen und Hoffnungen mit der unwahrscheinlichen Wahrscheinlichkeit beschäftigt, doch irgendwann mal den richtigen Ironman absolvieren zu dürfen, dem Tag X entgegen: 13.10.2007. Und es fieberten natürlich auch alle Verwandten, Freunde, Freundinnne, Lebens-und abschnittspartner (ja auch Ehepartner) den Tag endlich herbei. Danach ist nämlich erst einmal wieder Ruhe im Karton.


Die Ironmonkeys Franktion ist da nicht anders als alle anderen im verstrahlten Paralleluniversum, von denen es natürlich unendlich viele geben kann. Frei nach Daniel's Standardfrage: "Kannst Du Dir die Unendlichkeit vorstellen." Ja, klar,...., aber wenn ich so darüber nachdenke...


Also zurück zum Kern der Geschichte: Die Ironmonkey Franktion traf sich bei Keule Andreas, um gemeinsam in das Internetabenteuer der Liveberichte aus Kona einzutauchen. Gespannt waren wir aufdie ARD Live Berichterstattung. Es war klar, dass alles ziemlich gut sein würde, denn neben Cola, Fanta und anderer zur 3/4 aus Zucker bestehender Energizer, gab es auch Tortillas...heftig scharf.

Nach dem verbalen Prerace Schlagabtausch, durften wir uns auf ein heißes Renne freuen. Ein paar nette Charaktere. Und psychoemotional wurden unsere Helden dann auch schon mal bestimmt.

Irgendwie läuft aber die Live Corverage mit Bob Babbit und Greg Welch schlecht an. Drei, vier mal ist der Stream weg. Nicht ungewöhnlich für Hawaii, dass kann uns also nicht schocken. Aber was erzählen die da von Faris. Durchfall...ähhm. Keine Cola gehabt? Ungläubig nehmen wir also zur Kenntis, dass unser emotionaler Favorit raus war, bevor andere überhaupt drin waren. Tja, die große Story, wird heute keine werden. Egal, die Tortillas gehen weg und die Cola fließt auch in strömen.

Endlich der Start. Sogar Live in der ARD. Hihi, die Bilder im Stream sind besser, als die Luftaufnahmen in der ARD. Aber was soll's. Es ist der ARD hoch anzurechnen, dass Abenteuer gewagt zu haben.
Im Stream hören, wir, dass Normann Stadler, Magen- und Darmprobleme hat. Ach nee, das war doch Faris, also weiter auf den Ministream schauen. Eine Riesengruppe schwimmt da zusammen. Merkwürdig, wo sind die alten Zeiten geblieben. Als es noch Einzelkämpfer und Ausreißer gab! Oder ist die Leistungsdichte wirklich nun so hoch?

Eine Frage für die spätere Analyse, denn beim Schwimmausstieg haben wir alle Mühe, den Überblick zu wahren. Eigentlich haben wir keinen, genausowenig wie unsere Freunde auf Ironmanlive.com. Eine Riesengruppe schwingt sich auf die Räder. Leider fehlt der Norminator, unsere letzte Hoffnung in der Battle gegen Macca.... Schließlich fährt der Norminator ja das neue Kuota Kueen-K. Über eine Minute Rückstand nach dem Schwimmen macht da ja gar nichts;-)

Also Beruhigung und weiter schauen. Die Database Conection zu Ironmanlive reißt schon mal ab. Der Stream auch - mal wieder. Und dann ist erst mal Sendepause. Stromausfall auf Big Island. Das läuft aber dieses Jahr etwas merkwürdig. Ja ist der 13., allerdings ein Samstag. Aber da gibt es ja noch diese Internetsendung von Triathlon-Szene.de. Also schauen wir doch dort, vielleicht erfahren wir etwas, dass wir noch nicht wissen. Tja wir wissen jetzt, dass der dortige Onliner, dass ultimative Szenewissen hat. Und dann ist da noch ein gewisser"Sindballe"...stellte er doch etwas verdutzt fest...


Zwischenzeitlich tröpfeln aus Hawaii auch wieder Daten rein. Immer spärlich und langsam nervt es. Wie Stadler ist raus? Was ist denn jetzt los. Auch Magen-Darm? Später hören wir, dass noch mehr Pros Probleme damit haben. Alle waren beim Pro Meeting. Da hat doch bestimmt einer gemeine Bakterine und Viren ausgesetzt...Möchte noch jemand ein Buch darüber schreiben?

Frau Badmann hat einen Straßenkegel umgefahren und ist gestürzt. Wie geht das denn? Später erfahren wir, dass Sie weiterfährt, auf einem Ersatzrad. Äh, dass ist doch eigentlich verboten oder nicht? Aber dann ist sie doch wieder raus. Schlüsselbeinbruch, lautet die unangenehme Diagnose.

Ein Junior muss zwischenzeitlich ins Bett gebracht werden, aber der Abend ist eigentlich eh gelaufen, da klar ist, dass Macca gewinnt, was wir zwar nicht wollen, aber mangels weiterer Konkurrenten nicht ernsthaft verhindern werden können.

Die spannenden Schlacht um die Triathlonkrone wird plötzlich ziemlich langweilig. Wer gewinnt ist irgendwie schon früh klar. Obwohl auf der Langdistanz kann ja immer mal was passieren...

00:15 wir freuen uns auf die Hawaii Übertragung im Ersten. Der Stream im Netz und die Ironman Seite waren in diesem Jahr wohl nix. Und nach ellenlosen Zusammenfassungen, die wir ja schon kannten, gab es Live Bilder. Etwas dunkel, aber Live. Ist doch auch egal, die sind ja 12 Stunden zurück, da können die Bilder schon mal etwas hinken. Ach ja, der Livestream hinkt ca. 30 Sekunden hinter den ARD Bilderchen. Dafür sind die Bilder im Stream heller.

Sindballe geht als Erster auf die Laufstrecke. Wo andere sich ausziehen, zieht der noch was an. Man in White. Das hatte etwas, und wir finden, dass er auch gut läuft. ca. 10 Minuten später rast Macca los und wir definieren "gut loslaufen" komplett neu und sind sicher, dass Sinballe, die TOP Ten nicht sehen wird.

Wird er letztlich doch.Platz 3 ist beeindruckend. Chris Lieto hat auf dem Rad mächtig gedrückt und verliert ggü. Macca auf der Laufstrecke deutlich. Doch als Macca ihm beim Laufen überholt gibt er Contra. Wir sind sicher, der platzt gleich, finden die Aktion trotzdem Klasse! Wenig später kam der Platzer... (reichte für Platz 6)

Macca läuft das Ding nach Hause. Craig Alexander ist die Überaschung, eigentlich aber nicht, denn als Geheimtipp galt er ja schon, doch so richtig gefährlich konnte er Macca nicht werden.
Schade...Macca hat gewonnen! Sportlich ein Superding. Leider war er fünf Minuten langsamer als Stadler im vergangenen Jahr... Jetzt hat Macca alles gewonnen und kann sich zu Recht als weltbester Triathlet bezeichnen. Wenn's schön macht. Allerdings bleibt ja ein Makel: Er hat ja nicht gegen die richtigen Gegener gewonnen...und das wird ihn wurmen.

Wir suchen unsere verbliebenen deutschen Helden. 2007 war wohl nix. Vielleicht 2008 wieder.
Wir sind müde und gehen ins Bett. Das Damenrennen fesselt uns nicht mehr, was sicher nicht der Leistung angemessen ist, aber wir sind müde.....Michelie ist raus. Natascha ist raus. Desiree Ficker auch irgendwie versandet. Neue Namen tauchen auf und viele bekannte wie Granger, Major, Preaston, Lawn, Griesbauer. Chrissie Wellington hat zumindest in einer Superzeit vor Samantha McGlone gewonnen.Vielleicht war das auch die neue Generation? Wir werden es im nächsten Jahr sehen.

Und dann gibt es wieder den Livestream....

Der Innere Soundtrack Version 3/2007

-Wenn ich so mache, tut´s hier weh-



Große Dinge, gewaltige Dinge zeigten schon ihre Spitzen hinter dem Horizont, aber dann war plötzlich alles wieder zerstoben bevor ich es hätte greifen können. Am liebsten würde ich diese Playlist, die mich durch den Winter und die kommende Saison tragen sollte, ganz unten in den Schrank stopfen, um sie ungehört später einmal wieder hervor zu kramen. Vielleicht sollte ich das tun, vielleicht aber auch sollte ich sie zumindest einmal vorstellen, man weiß ja nicht, wozu alles gut ist.Also, reisen wir durch die wirre Welt des geplanten 2007/08er Soundtracks. Zu Beginn krachig holpernd, erkennen wir im folgenden Fokus des Folklorefilters am oberen Poprand die flimmernde Weite sphärisch-entspannten Radaus, mal orakelig titel-verliebt, mal in den Lyrics nach Sinn fischend.



Zur Tat also:

1. GLUECIFER: easy living - “I´m done with the easy living..” Wenn das nicht nach Programm klingt. Und dann noch Norweger...


2. THE THERMALS: here´s your future - Nach dem Ende des leichten Lebens, was also kommt dann? Härte.

3. THE STOOGES: i wanna be your dog - Aaah, hypnotisch flirrende Fuzz-Gitarren… Wenn ich eine Fahrt in einer Zeitmaschine hätte, ich würde nicht nachsehen wollen, wie die Dinosaurier ausstarben oder wer Kennedy getötet hat, ich ließe mich an einen Freitagabend irgendwann zwischen 1987 und 1989 ins PC 69 nach Bielefeld teleportieren. Oder etwas ganz anderes, aber dazu später...

4.TURBONEGRO: do you do you dig destruction - 100% gerocktes vom Schwein. Doppelfettstufe.

5. THE ALKALINE TRIO: the poison. - Erinnert mich an HÜSKER DÜ, an denen Ende der 80er kein Gitarrenweg vorbei ging.

6. IN THIS MOMENT: prayers - DIE Entdeckung des diesjährigen Serengeti - Fesivals in Schloss Holte - Stukenbrock. Ich habe sie leider verpasst, aber Lukas ist schwer begeistert.

7. BLOOD ON THE SADDLE: please quit calling me from jail - Rabauken, überall Rabauken!

8. FLOGGING MOLLY: the pirate song - Noch Fragen?

9. THE BOSS HOSS: my favourite game - Naja, eigentlich sind ja gar nicht echt, aber sie machen ihren Job soooo gut.

10. 16 HORSEPOWER: black bush - ...ja, oder ich würde mich auf meine Zeitmaschine schwingen und losreiten, um Jesus zu treffen.

11. JOHNOSSI: man must dance - Naja, Schweden eben, und die singen von Monkeys. Keine Frage also...

12. JUSTIN TIMBERLAKE: what goes around.../…comes around
Dieses oder “cry me a river”. Ich habe mich für dieses entschieden. Weite weht durch den Raum.

13. IGGY POP: the passenger
Auf welcher Reise auch immer, hieran kommt keiner vorbei.

14. PLACEBO: where is my mind - So unendlich verloren… Es gibt auf PLACEBOs großartigen “covers”-Album sonst nur noch eine einzige Steigerung

15. AUTOLUX: shake the clouds - Ein Meisterwerk brachial - entspannter Coolness. Auch hier endloser Blick.

16. PLACEBO: running up that hill - Und hier bleibt mir dann fast die Luft weg. Das ist die erwähnte Steigerung atmo-sphärischer Dichte, auch inhaltlich das einzig logische Finale dieses Dramas.

Ich muss mich setzen. Später einmal, viel später, wird der Tag kommen, an dem ich diesen Soundtrack hervorkrame und seiner Bestimmung zuführe.Ich kann warten.

Ironman Switzerland 2007

Zum sechsten Mal hole ich mir das Erlebnis IRONMAN. Wie immer ist es in der Nacht vor dem Start unruhig. Knapp 5 Stunden Schlaf, mehr geht nicht. Um 3:40 Uhr klinget der Wecker und erlöst mich aus der unruhigen Nacht. Endlich geht es los und dazu wird erst einmal Wasser getrunken und die restlichen Vorbereitungen getroffen.


Um 4:30 Uhr etwas Frühstück. Viel geht nicht rein, muss aber auch nicht. Und dann geht es ab zum Zürichsee. Keine Wolke am Himmel, dabei war es an den Vortagen doch immer bewölkt und fast schon kalt. Es wird ein heißer Tag werden, für mich kein gutes Zeichen. Dazu kommt noch, dass der Schwimmstart genau in Richtung aufgehende Sonne geht. Im Klartext: Keine Chance auch nur eine Boje zu erkennen. Gut das waren erste Aussichten auf das Schwimmen. Am Zürichsee angekommen wird erst einmal das Rad gecheckt. Alles bestens. Dann Sonnencreme auftragen und die potenziellen Scheuerstellen gut mit Vaseline einschmieren. Die Radflaschen auffüllen und danach ab zum Schwimmstart. Beim Schwimmstart wird es langsam voll. 2000 Triathleten sind doch eine ganze Menge.


Ich sehe, dass im direkten Startbereich ein Sprungturm und zwei Schwimmflöße liegen und frage mich, wie durch den verbleibenden Platz 4000 Arme durchpassen solle? Wie sie durchgepasst haben, kann ich nicht sagen. An meiner Position war es einfach nur unglaublich eng...Kurz nach Sieben ballert plötzlich die Startkanone. Irgendwie hat gar keiner den Countdown mitbekommen oder es gab einfach keinen. Ist auch egal. Die Meute stürmt ins warme Wasser des Zürichsees. Endlich ist das Warten zu Ende. Die ersten Meter werden zu einem Kampf mit Wassereinbruch und den freundlichen Triathleten links und rechts von mir. Manchmal auch noch dem hinter mir. Gehört halt dazu - doch irgendwie habe ich das Gefühl, dass die rücksichtsvolle und coole Ironmanfamilie gar nicht mehr so rücksichtsvoll ist.
Gehabe wie auf der Sprintdistanz.... Schlimmer ist aber, dass ich den Weg gar nicht sehe. Es ist einfach definitiv nicht zu erkennen wo es hingehen soll! Klar das die Züricher Organisatoren einen ausgeprägten Sparsinn haben. Das fiel schon bei der Zusammenstellung des Athletenbags auf. Beigaben, wie Cap und T-Shirt mit allen Starternamen, durften für teuere Franken gekauft werden. Aber wenigstens gut sichtbare Bojen könnte man ja aufstellen. Es soll Ironman Events geben, da haben die Bojen das Gardemaß von drei Metern und komischerweise kann man die auch erkennen. Ein besonderer Joke der Organisatoren waren die gelben Badekappen.


Bei lauter gelben Badekappen konnte man die kleinen gelben Wegebojen erst recht nicht mehr erkennen. Prima, da hat jemand mitgedacht... Trotz dieser Widrigkeiten klappt das Schwimmen recht gut, bis ich endlich die erste Boje sehe und meinen Kurs mächtig korrigieren muss!!!! An der Boje angekommen überkommt mich ein Brechreiz. Unfaire Triathleten habe ich auf der Radstrecke ja schon viele gesehen, aber in Zürich haben diese Betrüger an den Bojen wie Fischschwärme abgekürzt. Pfui ihr Bratsen. Ihr könnt euch mal die Frage stellen wo eigentlich der Unterschied zwischen leistungsförderndem Doping und streckensparendem Abkürzen liegt? Ich helfe Euch: Es gibt keinen. Mehr ist dazu nicht zu sagen.


Komisch aber, dass der Veranstalter auch mit Schiedsrichtern an den Bojen spart. Bei anderen IRONMAN werden da auch schon mal Schwimmleinen gespannt, dass macht das Abkürzen nicht so einfach!!!Nach 24 Minuten bin ich das erste Mal am Schwimmausstieg. Das deutete auf eine gute Zeit hin. Letztlich sind es doch nur 1:08 h geworden. Ich würde gerne wissen, wie viel Meter ich nun tatsächlich geschwommen bin.


Der Wechsel war klasse. Schnell und ich konnte super Laufen. Auf meinem Rad habe ich mich sofort wohl gefühlt und auf dem ersten Streckenabschnitt ging es mit über 40 km/h los. Angesichts des Tempos fragte ich mich, ob dass die richtige Ironman Pace ist. Aber es geht leicht bergab und der Puls ist gut. Also weiterdrücken, bis zum ersten Anstieg.
The Beauty mag ich wirklich. Das Ding ist mir eigentlich zu steil. Aber die Aussicht war wunderbar. Leider habe ich im Anstieg wieder einige Plätze verloren. Nach der kurzen Abfahrt geht es die lange flache Steigung The Biest hoch. 25 km/h kann man hier gut drücken, also machbar. Danach kommt mein Lieblingsabschnitt. Eine geile Abfahrt, die ich im Gegensatz zu anderen gar nicht gefährlich finde. 89 km/h Topspeed haben Freude gemacht. Nichts für Daniel:-) Der Abschnitt bis zum Ziel war wieder ziemlich easy und schnell. Dann kam der Heartbreak Hill und ich hatte mein Feindbild gefunden. Dieser Misthügel würde mein Herz nicht brechen. Ich will ja nicht jammern, aber der ist schon ziemlich steil und soooo kurz ist er auch wieder nicht…Beim Rückweg vom Heartbreck Hill sehe ich meine Supportcrew. Motivation pur. Ich beschließe weiter Gas zu geben. Die Runde habe ich dann noch zwei Mal gefahren. Trotz aller Mühen konnte ich die Topspeed auf der Abfahrt nicht mehr steigern.... Mittlerweile ist es schon ziemlich warm geworden und ich schmeiße die ersten Salztabletten ein. Nach 5:17 darf ich mein Rad wieder in der Wechselzone abstellen. Radzeit ist okay, meine ich.

Beim zweiten Mal in der Wechselzone brauche ich etwas länger. Bei über drei Minuten Wechselzeit fragt man sich, was der Mann dort gemacht hat. Ich musste einfach mal....Wird es nun noch mit dem Laufen gehen? Es ging, bis km 14 im 5 Min./km Tempo. Alles gut – allerdings merke ich leichte Krampfansätze und das linke Knie zwickt außen. Merkwürdiger Weise an einer Stelle, die bisher im Training keine Probleme gemacht hat.... An der Verpflegungsstelle auf der Brücke rennt mich eine unaufmerksame Helferin um und zack habe ich einen Krampf im linken hinteren Oberschenkel. Also Dehnen und Gehen und die Stelle mit Wasser kühlen. Jetzt komme ich nicht mehr richtig in Tritt und merke, dass es wieder mal ziemlich anstrengend wird. Ich versuche es mit Spazieren gehen, aber irgendwie ist dann auch nicht cool. Also wieder weiterlaufen. “Come on Pirate” die britischen und amerikanischen Zuschauer gaben wirklich alles! Langsam fängt der Magen auch an zu Mucken und ich beschließe jetzt erst mal nichts mehr zu trinken. In der Folge gab es immer relativ lange Laufpassagen, die dann durch die Walkingeinheiten unterbrochen wurden. 12 km vor dem Ziel merke ich, dass es mit Sub 11h knapp werden könnte, also gebe ich noch mal Gas und laufe wieder ziemlich flott. Das Knie schmerzt aber so stark, dass ich noch zwei Laufpausen hatte. Auf den letzten beiden Kilometern konnte ich das Knie gar nicht mehr beugen, aber Zielerfüllung geht vor Schmerz. Ab ins Ziel, dort wartet meine Familie auf mich: 10:52:51h neue Bestzeit. Alles ist gut so.